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Sonnenenergie

Sonnenenergie gehört zu den erneuerbaren Energien, die unerschöpflich zur Verfügung stehen. Durch eine verstärkte Nutzung der Sonnenenergie kann die Verbrennung fossiler Energieträger und damit der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert werden. Die Sonne scheint so ergiebig, dass sie zur Warmwasserbereitung und zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Lokale Förderung
Der Rheinisch-Bergische Kreis fördert die Anschaffung von Solaranlagen (auch Stecker-Solargeräte) mit einem finanziellen Zuschuss. Es werden 10 Prozent der Anschaffungskosten bzw. maximal 1.000 Euro pro Anlage gefördert. Alle Informationen zu den Förderrichtlinien und dem Förderantrag finden Interessierte hier.

Solarthermie - Sonnenwärme
Sonnenkollektoren wandeln die eingestrahlte Lichtenergie der Sonne direkt in Wärmeenergie um, das nennt man Solarthermie. Wer Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung auf dem Dach seines Hauses installiert, setzt auf eine einfache und ausgereifte Technik und profitiert mindestens für die nächsten 15-20 Jahre vom kostenlosen Energieangebot der Sonne. Und für Haushalte ist die solare Warmwasserbereitung die effektivste Möglichkeit, erneuerbare Energien zu nutzen. Alle unverschatteten Dachflächen mit einer Ausrichtung zwischen Südost und Südwest sind optimal geeignet.
Die übliche Anlagenauslegung beträgt ca. 1,5 m² Kollektorfläche bei Flachkollektoren bzw. 0,8 – 1,0 m² Röhrenkollektoren pro Person und 100 Liter Speichervolumen je Person. Angestrebt wird mit einer solarthermischen Anlage ein Deckungsgrad von ca. 60 – 65 % des Brauchwarmwassers.
Solaranlagen sollten nicht nur zur Warmwasserbereitung genutzt werden, sondern auch zur Heizungsunterstützung. Die müssen größer dimensioniert sein und können auch nur einen Teil der benötigten Wärme liefern. Bei Anlagen zur Heizungsunterstützung rechnet man mit einer Fläche von 0,8 – 1,1 m² Flachkollektor pro 10 m² Wohnfläche bzw. 0,5 – 0,8 m² Röhrenkollektor pro 10 m² Wohnfläche.

Photovoltaik - Sonnenstrom
Die Photovoltaik (PV) ist die Stromerzeugung aus Sonnenlicht mit Hilfe von Solarzellen. Die Technik ist ausgereift: alle Komponenten vom Solarmodul bis zum Wechselrichter haben sich tausendfach in der Praxis bewährt. Aber eine Photovoltaik-Anlage garantiert keine Unabhängigkeit von der Energiewirtschaft: der Netzanschluss bleibt bestehen. Der gewonnene Strom wird im eigenen Gebäude selbst verbraucht und nur der Rest wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Die Größe einer Photovoltaikanlage wird üblicherweise nicht in Quadratmetern sondern durch ihre elektrische Nennleistung festgelegt. Diese Leistung wird bei Standardbedingungen gemessen und in Watt (Wp) oder Kilowatt (kWp) angegeben. Das „p“ steht für das englische Wort peak = Spitze.
Faustformel: 1 kWp benötigt für die Solarzellen eine Fläche von ca. 10 m² unabhängig von der Größe der einzelnen Solarmodule. Tatsächlich wird die Fläche für 1 kWp je nach Modultyp zwischen 7 und 9 m² liegen.

Solardachkataster
Mit dem Solardachkataster können Gebäudeeigentümer*innen prüfen, ob eine Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung oder eine solarthermische Anlage für warmes Wasser auf dem eigenen Dach installiert werden kann. Hilfreich dabei ist das Solarpotenzialkataster des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Hier kann man mit einem einfachen Ampelverfahren herausfinden, ob das eigene Haus als Standort für eine Solaranlage in Frage kommt. Gleichzeitig liefert die Software auch weitere Details über die Wirtschaftlichkeit, den Preis für die Installation und für die empfohlene Technik.

Stecker-Solargeräte
Sogenannte Stecker-Solargeräte kann man an der Balkonbrüstung anbringen und sie liefern Strom von der Sonne direkt in die Wohnung. Dazu muss der Gerätestecker in eine Außensteckdose eingesteckt werden. Aber Achtung: Die Photovoltaikmodule, die meist 1 Meter mal 1,70 Meter groß sind, können bis zu 20 Kilogramm wiegen. Deshalb ist eine sichere Befestigung unerlässlich. Außerdem wird vor der Montage das Einverständnis der Vermieterin bzw. des Vermieters bzw. der Eigentümerversammlung benötigt.
Die kleinen Stromerzeuger haben entweder einen üblichen Schutzkontaktstecker, wie man ihn etwa von Staubsaugern oder Wasserkochern kennt. Oder sie nutzen einen speziellen Einspeisestecker. Dafür muss ein Fachbetrieb eine passende Steckdose montieren. Generell muss der Stromkreis auf seine Eignung für die Einspeisung geprüft werden. Die Anlage darf nur über eine spezielle Steckvorrichtung – gemäß DIN VDE V 0628-1, DINVDE V 0100-551, DIN VDE V 0100-551-1 – an Ihre Elektroinstallation angeschlossen werden. Die Installation, an welche die Stecker-Solaranlage angeschlossen werden soll, ist durch ein zugelassenes Elektroinstallationsunternehmen zu überprüfen und ggf. anzupassen (Stromkreis, Messeinrichtung, Zähler).
Achtung: Geschieht dies nicht, besteht ein Brandrisiko bzw. es könnte bei Anschluss des Gerätes der Versicherungsschutz Ihres Gebäudes erlöschen. Der Anschluss mehrerer Stecker-Solaranlagen über Mehrfachsteckdosen ist strengstens verboten. Bei Betrieb besteht eine sehr hohe Brandgefahr und der Versicherungsschutz erlischt. Stecker-Solaranlagen müssen beim zuständigen Netzbetreiber Rheinische Netzgesellschaft mbH (RNG) angemeldet werden. Informationen zu Steckeranlagen hält die Bundesnetzagentur hier bereit. Die Anmeldung erfolgt beim Marktstammdatenregister. Der Energieversorger BELKAW stellt hier weitere Informationen zur Verfügung.

 

Alle wichtigen Informationen und Links rund um die Installation einer Photovoltaikanlage sind im Faltblatt "Solarenergie" übersichtlich zusammengefasst.



Frau Monika Meves

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