
Sie ist der Inbegriff der Bergischen Gastlichkeit: Die Bergische Kaffeetafel.
Während der Nachmittagskaffee mit diversen Backwaren typisch deutsch ist, kommen im Bergischen Land bei der Kaffeetafel ganz
unterschiedliche Speisen auf den Tisch. Zu besonderen Anlässen, wenn also Gäste erwartet wurden oder Familienfeiern ins Haus standen, wurde aufgefahren, was der Hof im ländlich geprägten Bergischen hergab. Wobei die Üppigkeit schon früh die besondere Gastfreundschaft der Region unterstrich und die Städter am Wochenende hinaus ins Grüne lockte, um sich dort so richtig satt zu essen. Infolge der Handelsbeziehungen des Bergischen Landes zu den Niederlanden und des bescheidenen wirtschaftlichen Wachstums durch die beginnende Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts konnten auch neue, exotische Genüsse angeboten werden. Reis und Kaffee wohlgemerkt, echter Bohnenkaffee, avancierten zu festen Bestandteilen der Bergischen Kaffeetafel.
Was unbedingt zu einer Bergischen Kaffeetafel gehört, sind neben dem Kaffee aus der Dröppelmina: Hefeplatz (mit oder ohne Rosinen), verschiedene Schwarz und Graubrote, süße Aufstriche und Herzhaftes zum Belegen Honig, Birnen-, Apfel- oder Rübenkraut, gesellen sich mit Butter, Quark und Käse, neben Blut- und Leberwurst, Schinken sowie verschiedenen Kuchen und mancherorts gekochten Eiern oder Rührei.
Außerdem unerlässlich: Milchreis mit Zimt und Zucker sowie frisch gebackene bergische Waffeln mit heißen Sauerkirschen.
Natürlich variiert die genaue Zusammenstellung von Ort zu Ort. Aber immer muss es reichlich und üppig sein. Entsprechend steht meist ein Bergischer Korn bereit, der bei der Verdauung helfen soll. Ganz und gar bergisch ist die Kaffeetafel nichts für den schnellen Genuss zwischendurch: Hier genießt man das Beisammensein, und bleibt nicht selten zwei Stunden oder länger bei Tisch.
Die Bergische Kaffeetafel ist zwar die bekannteste Spezialität des Bergischen Landes, aber beileibe nicht die Einzige: Schnibbelbohnen, Panhas, Riefkoken und viele weitere bergische Leckereien haben Zugang in deutsche Küchen gefunden und werden in vielen Restaurants als deftige Köstlichkeiten angeboten. Was in Jahrhunderten gewachsen, vertraut und selbstverständlich war, bedurfte lange Zeit keines Namens. Durch die verbesserten Verkehrsanbindungen kamen ab Mitte der 1930er Jahre immer mehr Reisende ins Bergische Land und man begann, Familienfeiern außer Haus, also in Restaurants und Gaststätten, zu feiern. Seit dieser Zeit erfreut sich die Bergische Kaffeetafel bei Jung und Alt wachsender Beliebtheit.
Eine echte Bergische Kaffeetafel 'meet allem drüm un dran' bieten Ihnen folgende Odenthaler Restaurants: